Die „Pastorale“ von Beethoven und Wandern im Mai

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Vormittags Musik hören – nachmittags wandern! Ende Mai startete diese neue Seminar-Idee von Gebhard von Gültlingen und stieß auf reges Interesse. Daraus wurde während des Seminars geradezu Begeisterung für diese Kombination. Im Mittelpunkt stand Beethovens Musik, die Sätze eins bis drei aus der 6. Symphonie „Pastorale“. Gebhard von Gültlingen begann den ersten Abend mit dem 3. Satz. Dessen Lebhaftigkeit riss die Zuhörerschaft sofort mit. Die nächsten beiden Vormittage gehörten dem langsamen zweiten Satz.
In diesem größeren Zeitraum konnte sich diese Musik nach und nach in ihren Facetten entfalten. Wenn auch Carola Zenetti durch den Satz führte – letztlich war es ein gemeinsames Erkunden der ganzen Gruppe, die mit vielen wertvollen Wortmeldungen den Hörprozess bereicherte. Gebhard von Gültlingen widmete sich an den letzten beiden Vormittagen dem ersten Satz. So war genügend Raum, diesen sorgfältig auszuloten. Lassen wir hier Teilnehmerin Kerstin mit ihren persönlichen Eindrücken zu Wort kommen:

„Eine neue Seminarform ‚Musik und Wandern‘ war in St. Peter angeboten worden, die mich sofort ansprach. Die Kombination von innerer und äußerer Bewegung (musikalische Arbeit und Gehen in der Natur) ist mir ein besonderes Bedürfnis. Die Natur mit allen – dann sensibilisierten – Sinnen wahrzunehmen, bedeutet mir viel.
Die ruhige und friedliche Atmosphäre des 2. Satzes der Pastorale kam mir hierbei sehr entgegen. Durch innere und äußere Impulse weitet sich das Thema und nimmt einen größeren Raum ein. Und ich entdeckte einen Ruhepol der Geborgenheit, eine hin und her schwingende Melodie, der ich mich ganz hingeben konnte. Auch sie weitet sich und gewinnt an Kraft. Dank der Melorhythmie von Carola tauchte ich mittels der Bewegung tiefer in die Musik ein. Die weite und ruhige Kraft dieser Musik konnte ich dann in der Landschaft um St. Peter wiederentdecken.
Ich wünsche mir, dass diese Seminarform auch im nächsten Jahr stattfinden kann.
Herzlichen Dank an HeideMargrit für ihre Bereitschaft, die Teilnehmer mit der Stimmbildung nach Lichtenberg sowie der Cranio-Sacral-Behandlung bekannt zu machen.“

Nicht nur beim Wandern, wie von Kerstin so eindrücklich geschildert, sondern auch beim Singen von Mailiedern oder bei der Teilnahme am Stimmworkshop, den HeideMargrit Fischer abends anbot (in Einzelsitzungen gab sie auch Cranio-Sacral-Behandlungen) setzte sich die verbindende Wirkung des tiefen Musikerlebnisses an den Nachmittagen auf anderen Ebenen fort. Unter all diesen Angeboten suchte man sich das Passende aus und fand so immer wieder in anderer Kombination zusammen. So wurde das tiefe Musikerleben im Wechsel mit der Möglichkeit, sich auch menschlich näher zu begegnen, von allen als sehr bereichernd empfunden.

Klar ist also: Kerstins Wunsch hat gute Chancen im kommenden Jahr in Erfüllung zu gehen!

Carola Zenetti

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