Juli / August 2016

WEB-Hör-Service 2016

Liebe Musikfreunde, auf dieser Seite finden Sie:
1) Den Hör-Tipp
Besondere YouTube-Links.
2) Hör-Anleitungen zu einem vertieften Musikhören
Entwickeln Sie Ihre Hör-Musikalität mit Hilfe unserer Hör-Anleitungen. Hier können Sie in einfachen Schritten Ihre ersten Erfahrungen mit dem bewussten Musikhören nach der Musicosophia-Methode machen.
3) Den Lese-Tipp
Anregende und lesenswerte Bücher rund ums Musikhören.
4) Das aktuelle Zitat
Erhellendes über die Musik und das Musikhören von bedeutenden Persönlichkeiten.
5) Die Musicosophia-NEWS
Hier finden Sie Artikel über musikalische Themen sowie über Veranstaltungen der Musicosophia.

 
1) Der Hör-Tipp: Leonora Spangenberger (12) spielt 5 Stücke aus der Zauberflöte YouTube

 
2) Die Hör-Anleitung zu einem vertieften Musikhören:
W. A. Mozart, Sinfonia concertante Es-dur für Flöte, Oboe, Horn, Fagott und Orchester KV297b; 2. Satz (Adagio)

Schritt 1: Hören Sie die Musik in Youtube mehrfach an
Nach dem Sie dem Wechselspiel der Instrumente zugeschaut haben, sollten sie nicht mehr auf die Bilder achten, sondern nur noch hören. Spüren Sie, wie “schön” diese Musik ist? Singen und summen Sie mit! Immer wieder. Diese Melodien können starke Begleiter werden.

Schritt 2: Machen Sie sich Ihre Eindrücke bewusst. Am Besten ist es, wenn Sie sich dazu Stichworte aufschreiben.

Schritt 3: Können Sie die Ordnung in dieser Musik erkennen?
Der Satz beginnt mit einer kurzen Einleitung. Wo endet sie? Notieren Sie die Zeit.
Nach der Einleitung ist der Satz gegliedert in drei große Abschnitte. Notieren Sie, wann diese beginnen.
Geben Sie den drei Abschnitten Bezeichnungen: A, B und ?
Haben Sie Geduld! Lassen Sie sich mit dieser Musik ruhig ein paar Tage Zeit. Auch wenn es nicht gleich gelingt, so spüren Sie gewiss bald, wann die Musik an einem deutlichen Wendepunkt ankommt. Diese Suche nach Abschnitten ist eine wertvolle Übung auf dem Weg zu einem bewusstes Musikhören.

Schritt 4: Sie können Ihre Ergebnisse hier überprüfen. Sie haben vielleicht auch wahrgenommen, dass es innerhalb der großen Abschnitte weitere Unterteilungen gibt.

Wenn Sie sich diese Musik bis hier erschlossen haben, dann haben Sie schon viel erreicht.

Wenn Sie Ihre Hör-Musikalität noch weiter entwickeln wollen, besuchen Sie unseren Musicosophia BASISLehrgang. Darin machen wir Sie mit den nächsten Schritten der Musicosophia Hör-Methode vertraut. Wir freuen uns auf Sie!

Informationen zum BASISLehrgang

 
3) Der Lese-Tipp: Wolfgang Hildesheimer: “Mozart”

Verlags-Text:
Hildesheimers Mozart ist ein essayistisches Meisterwerk: nicht das Buch eines Musikologen, keine Biographie, in welchem Sinne auch immer, sondern das Buch eines Schriftstellers und Künstlers, der dem kreativen Prozess der Kunst um einiges nähersteht, der, geschult durch Psychoanalyse, versucht, den Prozessen des Schöpferischen auf den Grund zu kommen, der aber nicht dem Fehler verfällt, sich der eigenen Seele als Maßstab für die seines Helden zu bedienen. »Es ist Ihnen hier etwas Einzigartiges geglückt«, schreibt Peter Weiss 1978, ein Jahr nach dem Erscheinen, an Wolfgang Hildesheimer, »eine Biographie von Musik – nicht eine Biographie eines Komponisten … Durch die Gegenwart der Musik wird Mozarts Leben hervorgerufen, ein Dasein, weltfremd, melancholisch, vereinsamt, eigentlich ein schreckliches Dasein – er hält sich am Leben überhaupt nur durch die Musik, und dies frenetisch, bei Tag und Nacht, mit jedem Atemzug – dies wird in Ihrem Buch ganz deutlich –«

Das Buch ist erschienen im Suhrkamp Verlag

Weitere Bücher und CDs finden Sie in unserem Shop

 
4) Das aktuelle Zitat
Aus Wolfgang Hildesheimer: „Mozart“


Die Trennung zwischen dem Menschen und dem Musiker, jede Trennung zwischen dem Genie als Gestalt und dem Schöpfer seines Werkes ist zwar Resultat einer verständlichen Hilflosigkeit, bleibt aber ein wirklichkeitsfremdes Unding, das sich als antididaktisch jedem Versuch einer Einsicht entgegenstellt, indem es insinuiert, dass uns der eine Teil verständlicher sei als der andere. Wenn die Gelehrten ratlos vor dem Phänomen Mozart standen, wie er sich in seinen ungezügelten Ausdrücken enthüllt, wie er plötzlich in Obszönität und Koprolalie ausbricht, wenn sie sich verstört oder verschämt von der jener Seite abwenden, zu denen ihnen der Schlüssel fehlt, so vornehmlich deshalb, weil ihr Bild des Genies ein Erbstück der Romantik war, die in ihrer psychologischen Behandlung des Menschen zwischen Wahrheit und Dichtung wenig Unterschied machte…

 

 
5) Die aktuelle Ausgabe der Musicosophia-NEWS Sommer 2016

Ältere Ausgaben der Musicosophia-NEWS finden Sie unter Der Verein

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Wandern und singen im Mai mit Beethovens Pastorale

vom 26. bis 30. Mai in St. Peter / SW
Anmeldung: Musicosophia-Schule
+49(0)7660-581, carola@musicosophia.de
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